KA1 Projekt 2014 - 2016

Projekttitel:
Kompetenzentwicklung von Fremdsprachenlehrkräften im Netz und mit dem Netz - New Blended Learning und Web 2.0

Europäischer Entwicklungsplan:
Wir haben im letzten Jahr für alle Unterrichtsräume interaktive Whiteboards angeschafft, wir versuchen in Sprachkurs-Projekten Web 2.0 Applikationen wie Podcasts und soziale Medien wie Facebook einzubinden, wir haben Moodle als digitale Lernplattform installiert und jetzt zusätzlich auch Mahara als E-Portfolio Software installiert und mit Moodle verbunden. Wir planen als nächstes die Einführung von Tablet-Kursen und die didaktische Nutzung von Smartphones im Unterricht Deutsch als Fremdsprache und Englisch. Um die jetzt technisch gegebenen Möglichkeiten tatsächlich annähernd auch didaktisch nutzen und ausschöpfen zu können, brauchen wir eine stärkere Kompetenzentwicklung unserer Lehrkräfte und unseres pädagogischen Personals im Bereich der Nutzung von interaktiven Whiteboards, von Web 2.0 Applikationen und sozialen Medien, im Umgang mit Lernplattformen und Formen von organisierten Selbstlernprozessen, z. B. mittels Tablets. In selbst durchgeführten Fortbildungen zum didaktischen Gebrauch von Moodle und Web 2.0 haben wir immer wieder festgestellt, dass zwar großes Interesse an einer Kompetenzerweiterung da ist, diese aber dann im Arbeitsalltag wieder aufgrund der Orientierung an vorhandenen Arbeitsroutinen nicht intensiv genug verfolgt wird. Das Lehrpersonal und das pädagogische Personal soll durch Teilnahme an strukturierten Kursen im Ausland mit seinen neu gewonnenen Kompetenzen, nicht nur technischer Art, sondern auch durch den gewonnenen Blickwinkel anderer Länder, die curriculare Entwicklung unseres Sprachkursangebotes stärker auf internationale Bedürfnisse und Lehrstrategien
hin prägen. Wir brauchen im Umgang mit neuen Lehrmitteln wie interaktiven Whiteboards und Tablets auch neue Lehrmethoden, deren Grundlagen von unseren Lehrkräften aber erst in Fortbildungen erworben werden müssen. Die Organisationsformen von Sprachunterricht sollen durch stärkere Einbeziehung von Blended-Learning-Angeboten verändert werden, um im Beruf stehende Zielgruppen besser ansprechen zu können, wobei Lernplattformen wie Moodle oder der Einsatz von Smartphones und Tablets eine Flexibilisierung der zeitlichen Unterrichtsstrukturen ermöglichen sollen. Dieser Bedarf wird durch den offensichtlichen Fachkräftemangel und die damit zuziehenden qualifizierten Ausländer vor allem aus den europäischen Nachbarländern stetig größer, da hier zwar gute berufliche Qualifikationen vorliegen, aber Sprachkenntnisse vor allem im Deutschen durch von uns angebotenen Kurse verbessert werden müssen. Diese Zielgruppe braucht oft flexiblere zeitliche Unterrichtsangebote, da die Sprachkenntnisse oft parallel zu bereits stattfindender Berufstätigkeit verbessert werden sollen. Einige unserer Lehrkräfte sind auch gleichzeitig als Fortbildner in unseren Fortbildungen für Lehrkräfte Deutsch als Fremdsprache tätig. Eine Teilnahme dieser Lehrkräfte an den geplanten Mobilitätsmaßnahmen ist geplant und soll damit die europäische Dimension nicht nur in unseren Sprachkursen, sondern auch in unserer eigenen Fortbildungstätigkeit, die sich wiederum hauptsächlich an Kolleginnen und Kollegen aus Europa wendet, verstärken. Im Fortbildungsbereich soll damit ebenfalls ein bestehender Bedarf an einer Erweiterung des Dozenteams mit Kompetenzen im Bereich der neuen Medien befriedigt werden.

Zusammenfassung des Projektes:
Das Institut hatte im Jahr 2013 für alle Unterrichtsräume interaktive Whiteboards (SMARTBoards) angeschafft und plante als nächsten Schritt im Bereich digitaler Kursformen die Anschaffung von Tablets und Einführung von Tablet-Kursen im Unterricht Deutsch als Fremdsprache und in Fortbildungen für Lehrkräfte Deutsch als Fremdsprache. Dafür wurde eine stärkere Kompetenzentwicklung der Lehrkräfte und unseres pädagogischen Personals im Bereich der Nutzung von interaktiven Whiteboards, von Web 2.0 Applikationen, Apps und Tablets angestrebt. Lehrkräfte und das pädagogische Personal sollten durch Teilnahme an strukturierten Kursen mit neuen Kompetenzen ausgestattet werden, nicht nur technischer Art, sondern auch didaktischer Art und auch durch den gewonnenen Blickwinkel in die Unterrichtsthemen und -methoden anderer Länder. So sollte auch die europäische Dimension nicht nur in unseren Sprachkursen, sondern auch in unserer eigenen Fortbildungen, die sich wiederum hauptsächlich an Kolleginnen und Kollegen aus Europa wenden, verstärkt werden. Insgesamt sind 38 Mobilitätsmaßnahmen durchgeführt worden, an denen 5 Angestellte des Instituts und insgesamt 26 freiberufliche Lehrkräfte und Trainer Deutsch als Fremdsprache und Englisch teilgenommen haben. Die freiberuflichen Lehrkräfte konnten sich durch offene Ausschreibungen für die Teilnahme an den Mobilitätsmaßnahmen bewerben, so dass auch Lehrkräfte an den Fortbildungen teilnehmen konnten, die überhaupt nicht am Institut gearbeitet hatten. Alle freiberuflichen Lehrkräfte mit Lehrdeputat an unserem Institut hatten immer auch Lehrtätigkeiten an anderen Instituten der Erwachsenenbildung, so dass neben der beabsichtigen Wirkung einer verbesserten Lehrtätigkeit an unserem Institut die durchgeführten Fortbildungsmaßnahmen auch in viele andere Bildungsinstitutionen hineingewirkt haben.

Gegenüber der ursprünglichen Planung von 22 Mobilitätsmaßnahmen hat sich die Zahl auf 38 Maßnahmen erhöht, weil wir bei der ersten Ausschreibung feststellen mussten, dass sich viel zu wenig freiberufliche Lehrkräfte auf das Angebot einer Fortbildung von Montag bis Freitag beworben hatten. Dies lag nach Rücksprache mit Lehrkräften daran, dass auch bei einer kostenlosen Fortbildungsteilnahme der Verdienstausfall einer ganzen Woche ein zu großes Bewerbungshindernis darstellte. Wir haben daraufhin eine erste Fortbildungsmaßnahme zum didaktischen Gebrauch von SMARTBoards in den Niederlanden mit unserem Kurspartner geplant mit einer dreitägigen Kursdauer von Freitag bis Sonntag und bekamen daraufhin bei der folgenden offenen Ausschreibung eine enorm hohe Resonanz von freiberuflichen Lehrkräften, so dass neben drei Angestellten des IIK (je ein pädagogischer Leiter Bereich Deutsch als Fremdsprache aus Düsseldorf und Berlin sowie der Leiter des Fortbildungsbereiches) insgesamt 21 freiberufliche Lehrkräfte aus den Regionen Düsseldorf und Berlin an dieser Fortbildung teilnahmen. Für Lehrkräfte, die einen Teil ihrer Lehrtätigkeit an den Institutsstandorten Düsseldorf und Berlin leisten, hat das Institut im Anschluss weitere Fortbildungsmaßnahmen organisiert, die von Teilnehmern an der Fortbildung in den Niederlanden durchgeführt wurden, die so als Multiplikator tätig wurden. Die Fortbildung führte zu einer bewussteren und vielfältigeren didaktischen Nutzung der SMARTBoards bei fast allen Lehrkräften an unserem Institut. Außerdem erleichterten die Schulungen die Einführung digitaler Kursmaterialien über USB-Sticks.
Eine einwöchige Fortbildungsmaßnahme zur Nutzung von Tablets in Spanien wurde vom IT-Leiter des IIK und dem Päd. Leiter des DaF-Bereichs besucht. Hier konnten  Informationen zur geplanten Anschaffung von Tablet-Klassensätzen eingeholt werden. Eine dreitägige Fortbildung wurde in Österreich durchgeführt zur didaktischen Nutzung von Tablets im Unterricht Deutsch als Fremdsprache und führte zur ersten Anschaffung eines IPad-Koffers mit 16 IPads für das Institut. Mit diesen IPads werden bereits erste Unterrichtserfahrungen in TestDaF-Prüfungstrainings gesammelt und sie werden im Sommer bei zwei neu konzipierten Fortbildungen für Deutschlehrer zum Einsatz kommen, die oft über KA1 Stipendien aus dem Erasmus+ Programm an den Fortbildungen teilnehmen.
Die Aktivitäten wurden vom Leiter des Fortbildungsbereiches in Zusammenarbeit mit den pädagogischen Leitern koordiniert, die auch die Auswahl der Lehrkräfte vornahmen. In Lernvereinbarungen mit den Partnern im europäischen Ausland, die die Fortbildungen durchführten, wurden geplante Vorbereitungsmaßnahmen und erwartete Ergebnisse festgehalten.
Neben den erwünschten Wirkungen auf die verbesserte Unterrichtstätigkeit und neue Fortbildungskonzeptionen wurden durch mehrere Vorträge offline und online Wirkungen im nationalen und internationalen Rahmen erreicht. Hier wurden Inhalte der Fortbildungen weitergegeben und Informationen über Erasmus+ und die Möglichkeiten der Teilnahme verbreitet.